Wortstube - Die Baustelle
Hier entsteht in Kürze die Internetpräsenz der Wortstube - ein kleiner Raum für Worte der Literatur, der Lyrik und der Poesie. In unregelmäßigen Abständen gibt es hier auch etwas zu lesen, schauen Sie also ab und zu mal wieder vorbei, es lohnt sich...
(C)HUG alias WortWichtel
Zärtlichkeit
Ein kleiner Käfer,
der verstohlen über
meinen Arm krabbelt,
ein bunter Schmetterling,
der mit einem Flügelschlag
eine kleine Sorgenfalte aus
meinem Gesicht streicht,
ein unsichtbarer Lufthauch,
der um die Rosenblüten
in meiner Hand weht -
sie alle kennen
die zärtlichen Gefühle,
die ich - vor Dir stehend -
für Dich empfinde.
(C)HUG
Gedanken eines Nachtwanderers
Im silberhellen Mondenschein
wand're ich einsam und allein,
mein Schatten wandert vor mir hin,
damit ich nicht alleine bin.
Die Milchstraße leuchtet am Himmel,
fließt träge durch das Sterngewimmel,
ich seh' hinauf und denk' "Wie schade,
sie ist aus Milch, statt Schokolade."
Baumwipfel rauschen mild im Wind,
ein Igel trappelt fort geschwind,
ich pfeife leis' ein fröhlich Lied,
derweil die Nacht vorüber zieht.
Ein Käuzchen ruft "Kiwitt, kiwitt",
es fliegt ein Stück des Weges mit,
doch nur ein kleines Stück, mehr nicht,
zu kitschig würd' sonst das Gedicht.
Weit in die Ferne schweift mein Blick,
beschritt'ner Weg bleibt still zurück,
bin bald bei Dir, das stimmt mich heiter,
beschwingt und leicht gehe ich weiter.
Mein Schatten eilt, das Ziel ist nah,
noch hundert Schritte, ich bin da,
bin dort, wo mich mein Glück anlacht -
nun schlaft recht schön, und Gute Nacht!
(C)HUG

Auf dem Fensterbrett liegt ein kleines Heft mit einem bunten Titelbild, beschriftet mit dem Wort Mitternachtsfunken - was mag es wohl enthalten? Leise rascheln die Seiten beim Umblättern, vor den Augen des Lesers tanzen kleine Buchstaben und formen ein Gedicht...
Mitternachtsfunken
Die Nacht hüllt uns ein in dunkles Tuch,
da kündet ein Leuchten vom Besuch
des Mondes und seiner Sterne viel,
räkelnd beobachten wir dieses Spiel.
Während wir hier gemütlich sitzen,
fängt der Horizont an zu blitzen,
es beginnt ein herrlich Gefunkel,
am weit entfernten Himmelsdunkel.
Sternenlicht fließt dort in Strömen,
um unsre Augen zu verwöhnen,
Kometen fegen mit ihrem Schweif
vom Mond den glitzernden Silberreif.
Er fällt herab, sinkt auf uns nieder,
bringt unsren Träumen neue Lieder,
ein Regenbogen strahlt hell zurück,
erzählt von unserem Liebesglück.
(C)BB+HUG

P.S.: Auch hier bin ich zu finden...
www.wortstube.de.tl